Schutzmaske spenden und Teilhabe ermöglichen

Das Corona-Virus bedroht besonders Menschen mit Vorerkrankungen oder schwachem Immunsystem. Zu dieser Risikogruppe zählen nicht selten Menschen mit Behinderung. "Mit unserer eigenen Produktion von Schutzmasken senden wir ein Signal: Wir ermöglichen unseren Menschen mit Behinderung weiterhin Teilhabe am gesellschaftlichen Leben“, erklärt Vorstandsvorsitzender Thomas Bauer und appelliert an die Öffentlichkeit: „Zeigen Sie Gesicht. Mit einer gespendeten Schutzmaske helfen Sie, Teilhabe zu ermöglichen.“

Lena Graubner (l.) und Lea Böhm nähen in der Tagesförderstätte der Werkstatt Florentine in Braunfels Mund-Nase-Schutzmasken. Foto: Becker/Lebenshilfe Wetzlar-Weilburg e. V.

Still geworden ist es in der Werkstatt Florentine der Lebenshilfe Wetzlar-Weilburg e.V. in Braunfels: Seit 23. März herrscht laut Verordnung der Hessischen Landesregierung zur Bekämpfung des Corona-Virus ein Betreuungsverbot. Für Menschen mit Behinderung gibt es in der dortigen Tagesförderstätte eine Notbetreuung. Doch wie soll man sich auf einem Meter fünfzig Abstand kümmern?
„Ähnlich wie in unseren Wohnhäusern ist eine individuelle Betreuung auf Distanz schlecht möglich. Somit sind wir auf den Schutz durch Masken angewiesen. Und weil wir ein kreatives Team sind, haben wir selbst mit der Produktion von Mund-Nase-Masken begonnen“, erzählt Matthias Kloos, Leiter der Tagesförderstätte.
Schutzmasken sind stark nachgefragt und die Preisentwicklung nimmt teilweise unglaubliche Züge an. In Zeiten wie diesen gilt es, Ressourcen zu schonen. Also packen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter selbst an. Lea Böhm und Lena Graubner nähen nun auf ihren eigenen, von Zuhause mitgebrachten, Singer-Maschinen, was das Zeug hält.
„Das Nähen gehört zu meinen Hobbys. Das ist jetzt ganz praktisch“, freut sich Lea Böhm und Lena Graubner ergänzt: „Ich konnte bisher gar nicht mit einer Nähmaschine nähen, doch Lea hat es mir jetzt beigebracht.“
„Das Ganze hat einen ehrenamtlichen Charakter. Wir versorgen damit unsere Einrichtungen und wir werden aus unserer Lebenshilfe toll unterstützt“, so Matthias Kloos weiter. 20 Masken sind schon an die Holzwerkstatt geliefert worden, 15 Exemplare an die Werkstatt nach Löhnberg, weitere in die IKEA-Außenarbeitsgruppe und natürlich werden die Angestellten der Florentine ebenfalls ausgestattet.
Benötigtes Material wie Stoffreste, Gummiband, Draht und Nähgarn wird aus Einrichtungen und Abteilungen intern gesammelt und zur Verfügung gestellt.
Da die Betreuung der Klienten der Notbetreuung an erster Stelle steht, freut sich das Team der Tagesförderstätte ganz besonders über die Unterstützung der Kollegen aus der Kita-Weilburg und aus anderen Einrichtungen, wo ebenfalls fleißig genäht wird.
„Wir brauchen einen langen Atem. Das Corona-Virus bedroht besonders Menschen mit Vorerkrankungen oder schwachem Immunsystem. Zu dieser Risikogruppe zählen nicht selten Menschen mit Behinderung. Mit unserer eigenen Produktion senden wir ein Signal: Wir ermöglichen unseren Menschen mit Behinderung weiterhin Teilhabe am gesellschaftlichen Leben“, erklärt Vorstandsvorsitzender Thomas Bauer und appelliert an die Öffentlichkeit: „Zeigen Sie Gesicht. Mit einer gespendeten Schutzmaske helfen Sie, Teilhabe zu ermöglichen.“

Wer Schutzmasken spenden möchte, kann diese per Post senden an:

Lebenshilfe Wetzlar-Weilburg e. V.
Friedenstraße 26
35578 Wetzlar

oder diese dort auch am Empfang abgeben.


Bei Fragen rufen Sie bitte an unter 06441/9277-0.