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Der Förderkreis


Eine Idee - und was in den vergangenen Jahren daraus wurde

Gründung des Föderkreises

Ausgangspunkt für die Gründung des Förderkreises im Jahre 1980 war die Initiative der Lebenshilfe Wetzlar-Weilburg in Wetzlar, Kalsmuntstraße, zwei Wohnhäuser mit 24 Plätzen zu errichten. In diesen Wohnhäusern sollten Menschen mit Behinderungen, die keine Eltern mehr hatten bzw. deren Eltern bereits sehr alt und selbst pflegebedürftig waren, ein neues „Zuhause“ finden. Die bereits bestehenden Wohnheime der Lebenshilfe in Braunfels Florentine (28 Plätze) und Weilburg (12 Plätze) waren zu dieser Zeit voll belegt.

Zur Verwirklichung eines solchen Vorhabens war die Beschaffung der entsprechenden Finanzierungsmittel von ausschlaggebender Bedeutung. Trotz Unterstützung der verschiedenen öffentlichen Stellen – Bund, Land, Kreis, Stadt, Gemeinden – blieb bei den veranschlagten Kosten für das Bauvorhaben über 2 Mio. DM eine große Finanzierungslücke, die durch Spendenmittel geschlossen werden musste. Die finanzielle Unterstützung war aber nur eine Seite der Medaille: Von gleicher, herausragender Bedeutung war auch die ideelle Unterstützung der Lebenshilfe bei der Realisierung ihres Projektes.

Im Vorfeld der Planungen und der Standortwahl der Wohnhäuser waren z. T. erhebliche Widerstände bei Anwohnern zu überwinden, die ihre künftige Wohn- und Lebensqualität in starkem Maße beeinträchtigt sahen. Der ehemalige Bürgermeister der Gemeinde Oberbiel – Heinrich Baumann – sowie der Steindorfer Stadtverordnete und Unternehmer – Karl-Heinz Kräuter – ergriffen, in engem Zusammenwirken mit den beiden Vorstandsmitgliedern der Lebenshilfe – Hermann Willeck und Otto Wilhelm – die Initiative zur Gründung eines Förderkreises. Rund 40 Repräsentanten aus dem Spektrum des gesamten öffentlichen Lebens erklärten sich bereit, das Bauvorhaben in seiner Umsetzung nachhaltig zu unterstützen und in der Öffentlichkeit für die Belange der Menschen mit Behinderungen zu werben.

Zeitungsartikel

"Förderkreis Wohnheime für geistig Behinderte"

Im Spätherbst 1980 wurde der Förderkreis unter dem Namen „Förderkreis Wohnheime für geistig Behinderte“ aus der Taufe gehoben – nicht als rechtlich, selbstständiger Verein, sondern bewusst in den Stammverein „Lebenshilfe Wetzlar-Weilburg“ integriert. Über diese Vorgehensweise sollte von vornherein der Eindruck vermieden werden, dass sich hier zwei Vereine konkurrierend für die Sache der Menschen mit Behinderungen einsetzen. In den vergangenen 25 Jahren hat sich dieser Beschluss für das Verhältnis Lebenshilfe/Förderkreis als weitblickend und segensreich herausgestellt. In relativ kurzer Zeit gelang es mit vielen gemeinsamen Anstrengungen und persönlicher Überzeugungsarbeit, die Vorbehalte der Anwohner abzubauen und schließlich ganz zu überwinden. Die Vorurteile verflüchtigten sich, seit vielen Jahren bestehen freundschaftliche, gut nachbarschaftliche Beziehungen.

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